3.2 Ökologische Maßnahmen

Damit konkrete Umweltschutzmaßnahmen ergriffen werden können, ist ein Einblick in die Vernetzung des ökologischen Systems erforderlich, da die unterschiedlichen Problembereiche wie Luft, Wasser und Boden in wechselseitiger Abhängigkeit stehen und daher zusammenhängend betrachtet werden müssen. 
      Da jede ökonomische Tätigkeit, die sich mit Produktion und Konsum befaßt, zu negativen Auswirkungen für die natürliche Umwelt führt, kommt es darauf an, die ökologischen Belastungen möglichst gering zu halten.
      Unter der Bezeichnung "ökologische Unternehmenspolitik" subsumiert Pfriem folgende Regeln: Ökologische Probleme bzw. Schäden sollen möglichst erst gar nicht entstehen. Falls sie sich nicht vermeiden lassen, sollen sie ökologisch und ökonomisch sinnvoll bearbeitet werden. So sollte die Wiederverwendung von Abfallstoffen als Rohstoffe (Recycling) dem Deponieren vorgezogen werden. Entstandene ökologische Schäden müssen behoben werden.
      Im Bereich der Produktion besteht die Möglichkeit, umweltfreundliche Produktionsverfahren zu entwickeln und umweltschädliche Einsatzfaktoren durch umweltfreundliche zu ersetzen. Außerdem können knapp gewordene Rohstoffe zum Teil durch ausreichend vorhandene ersetzt werden. Eine weitere Maßnahme liegt im  Recycling von Produkten, wobei die völlige Vermeidung von unnötigem Abfall die beste Alternative darstellt.
      Die Organisation der bislang skizzierten Aspekte der Umweltschutzmaßnahmen kann durch  einen Umweltschutzbeauftragten dazu beitragen, daß ökologische Maßnahmen ein größeres Gewicht im Unternehmen erhalten. Eine weitere Möglichkeit besteht im Aufbau einer ressourcenschonenden Absatzorganisation, etwa im Bereich des Verkehrs, wobei der Transport der Produkte möglichst weitgehend von der "Straße" auf die "Schiene" verlegt werden sollte.
      Eine umweltgerechte Materialbeschaffung zeichnet sich dadurch aus, daß keine oder möglichst wenig schädliche Inhaltsstoffe von den Werkstoffen ausgehen.
      Die Einsparung von Energie, Wasser und Rohstoffen sollte auf allen Unternehmensebenen höchste Priorität besitzen.
      Auf der Ebene der außerbetrieblichen Kommunikation kann durch Informationen über die ökologischen Auswirkungen der hergestellten Produkte und Produktionsverfahren verstärkt auf die Bedeutung des Umweltschutzes im Unternehmen hingewiesen werden.


Prometheus Online

zurück
Inhalt
weiter

zurück   Inhalt   weiter

 
© Prometheus Online 2000