2.5.1 Einstellungsebene

Immler fordert aufgrund der ökologischen Probleme ein ökonomisches Umdenken auf der Einstellungsebene. Für ihn ist wirtschaftliches Wachstum inakzeptabel, sofern es den Faktor "Natur" als Bewertungsgröße ausschließt. Er kritisiert, daß der Produktionsfaktor Natur ökonomisch als "Abbruchfaktor" behandelt wird (vgl. Immler 1992, S. 17f). Das Prinzip der Nachhaltigkeit verlangt hingegen, daß die Natur als "Produktionsstätte allen Reichtums" anerkannt wird.
      Obwohl mir diese These sehr weitgehend erscheint, sind solche Postulate u.U. hilfreich, um den Wert der natürlichen Umwelt insgesamt stärker ins Bewußtsein zu rücken. Solche Ansprüche  können motivierend dazu beitragen, um die Endlichkeit von Naturgütern zu begreifen und umweltgerechte Handlungskonzepte zu entwickeln. Dabei reicht es nicht aus, Veränderungen in Detailbereichen vorzunehmen. Gefordert ist ein gesamtgesellschaftliches Konzept, das den Vernetzungsgrad ökologischer Probleme erkennt und ökonomische, ökologische sowie soziale Entwicklungskomponenten einschließt (vgl. Kanatschig/Schachtner 1994, S. 264, Rat von Sachverständigen für Umweltfragen 1994 (Hg.), S.45).

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